Kurz gesagt
Eine Polarlicht-Kreuzfahrt führt entlang der verschneiten Küste Norwegens über den Polarkreis hinaus, meist 10 bis 14 Nächte lang, etwa zwischen Oktober und März. Aus Deutschland starten solche Reisen teils direkt ab Hamburg, Kiel oder Bremerhaven. Garantieren kann das Polarlicht niemand: Es hängt von klarem Himmel und Sonnenaktivität ab, deshalb bietet eine längere Route mit mehreren Nächten im hohen Norden mehr Chancen. Pack Thermowäsche, warme Stiefel und Handschuhe ein.
Reiseziel auf einen Blick
Polarlichter
- Jan
- Feb
- Mär
- Apr
- Mai
- Jun
- Jul
- Aug
- Sep
- Okt
- Nov
- Dez
- Wetter in der Saison
- Kalt, etwa −5 bis +3 °C
- Typische Dauer
- 10–14 Nächte
- Abfahrt ab
- Hamburg, Kiel, Bremerhaven und andere Häfen in Nordeuropa
- Anreise aus Deutschland
- Meist kein Flug nötig
Gut zu wissen: Garantieren kann das Polarlicht niemand: Es hängt von klarem Himmel und Sonnenaktivität ab. Mehr Nächte im hohen Norden bedeuten mehr Chancen.
Vorab das Ehrliche: Polarlichter kann dir niemand versprechen.
Das Wichtigste vorweg
Polarlichter sind eine Frage von Wetter und Sonnenaktivität, keine Show nach Fahrplan. Eine gute Route zur richtigen Jahreszeit gibt dir über mehrere Nächte viele Chancen – aber wer dir garantiert, dass du sie siehst, verkauft dir etwas, das er nicht in der Hand hat. Fahr wegen des arktischen Winters selbst los und nimm das Polarlicht als das, was es ist: eine Zugabe.
Was diese Reise besonders macht
- Eine Winterroute an einem Ort, den die meisten nur im Sommer vor Augen haben – ruhiger, karger, eindrucksvoller
- Schneebedeckte Berge, die direkt aus dem Wasser ragen, und kleine Häfen, deren Lichter in der Dunkelheit leuchten
- Richtig kalt: Du brauchst ordentliche Schichten, Mütze und Handschuhe, keine leichte Jacke
- Wenig Tageslicht – der Tag richtet sich nach ein paar hellen, blauen Stunden und langen Abenden
Eine typische Route
Polarlicht-Kreuzfahrten dauern meist 10 bis 14 Nächte. Sie starten in einem Hafen in Nordeuropa – aus Deutschland teils direkt ab Hamburg, Kiel oder Bremerhaven, also ohne Flug (ob eine bestimmte Abfahrt über den Club buchbar ist, hängt von der Reederei ab) – und führen die norwegische Küste hinauf über den Polarkreis und wieder zurück. So kann eine solche Reise aussehen. Das ist ein Beispiel, keine bestimmte Reise: Welche Häfen in welcher Reihenfolge angelaufen werden, hängt vom Schiff und von der Saison ab.
- Tag 1Abfahrt Einschiffung in einem nordeuropäischen Hafen, dann geht es Richtung Norden.
- Tag 2–3Seetage Nordwärts entlang der Küste; die Nächte werden jeden Tag länger.
- Tag 4Tromsø EN Die „Hauptstadt der Arktis“: die Eismeerkathedrale, die Seilbahn und abendliche Polarlicht-Ausflüge weg von den Lichtern der Stadt.
- Tag 5Alta Oft mit Übernachtung im Hafen – eine zusätzliche Nacht mit Chancen auf Polarlichter.
- Tag 6Honningsvåg und das Nordkap EN Die Klippe am nördlichen Rand Europas, im Schnee und im blauen Winterlicht.
- Tag 7Lofoten oder Narvik Berge, die direkt aus dem Meer aufsteigen, und rote Fischerhütten im Schnee.
- Tag 8–11Richtung Süden Ein oder zwei Häfen weiter südlich, etwa Ålesund oder Bergen, und Seetage.
- Tag 12Rückkehr Zurück im Ausgangshafen.
Die besten Monate
Polarlicht-Kreuzfahrten gibt es etwa von Oktober bis März. Im hohen Norden Norwegens sieht das so aus:
| Monat | Wetter | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Oktober | Kühl, etwa 0–6 °C | Milderes Wetter, noch etwas Tageslicht, um die Küste zu sehen | Mehr Wolken und Regen, oft noch wenig Schnee |
| November | Kalt, etwa −3 bis 3 °C | Lange, dunkle Nächte; ruhiger | Wechselhaftes Wetter, sehr kurze Tage |
| Dezember–Januar | Kalt, etwa −5 bis 0 °C | Die längste Dunkelheit, Schnee, weihnachtliche Stimmung | Polarnacht im hohen Norden: kaum Tageslicht; die raueste See |
| Februar | Kalt, etwa −5 bis 0 °C | Überall Schnee und das Tageslicht kehrt zurück – eine gute Mischung | Gehört zu den kältesten Wochen |
| März | Kalt, etwa −3 bis 3 °C | Längere Tage für die Landschaft, die Nächte sind noch dunkel genug | Die Polarlicht-Saison neigt sich dem Ende zu |
Die Temperaturen sind ungefähre Werte an der Küste; dank Golfstrom ist es dort milder als im Landesinneren. Der Wind kann es deutlich kälter wirken lassen.
Alle Winterkreuzfahrten im Vergleich →
Was du einpacken solltest
- Thermounterwäsche und Schichten aus Wolle
- Eine warme, gefütterte Jacke und eine wasserdichte Hose
- Mütze, Schal und dicke Handschuhe oder Fäustlinge
- Warme, wasserdichte Stiefel mit gutem Profil – und Schuhspikes zum Überziehen
- Wollsocken und Handwärmer für lange Abende draußen
- Ein kleines Stativ, wenn du die Polarlichter fotografieren willst
- Eine Stirnlampe für dunkle Wege im Hafen
Für wen die Reise passt – und für wen nicht
Passt gut, wenn du
- den arktischen Winter mit eigenen Augen sehen willst
- gern fotografierst und Geduld hast
- die Fjorde im Sommer kennst und dieselbe Küste im Winter erleben möchtest
- Eindrücke wichtiger findest als Komfort
- mit Kälte kein Problem hast
Eher nichts für dich, wenn du
- Wärme und lange Tage willst
- ohne garantierte Polarlichter enttäuscht wärst
- Kälte schlecht verträgst
- leicht seekrank wirst – im Winter kann die See rau sein
Häufige Fragen
Sehe ich die Polarlichter garantiert?
Nein. Polarlichter hängen von klarem Himmel und Sonnenaktivität ab. Eine Route mit mehreren Nächten im hohen Norden gibt dir gute Chancen – aber wer sie dir verspricht, verspricht etwas, das er nicht in der Hand hat.
Zu welcher Uhrzeit sind die Chancen am besten?
Meist vom späten Abend bis nach Mitternacht, in klaren Nächten. Auf vielen Schiffen wird durchgesagt, wenn Polarlichter zu sehen sind, sodass du rechtzeitig an Deck kommst.
Wie kalt wird es?
An der Küste Nordnorwegens sind es im Winter meist etwa −5 bis 0 °C – dank Golfstrom milder als im Landesinneren. An Deck fühlt es sich durch den Wind aber deutlich kälter an.
Kann ich Polarlichter mit dem Handy fotografieren?
Oft ja: Aktuelle Smartphones mit Nachtmodus schaffen das. Ein kleines Stativ oder etwas, woran du das Handy anlehnen kannst, macht einen großen Unterschied.
Gibt es einen kürzeren Weg, die Polarlichter vom Schiff aus zu sehen?
Ja. Die norwegischen Postschiffe, die täglich zwischen Bergen und Kirkenes fahren, verkaufen auch kurze Teilstrecken – zum Beispiel zwei Tage von Kirkenes nach Tromsø, komplett nördlich des Polarkreises. Das sind Postschiffreisen und keine klassischen Kreuzfahrten, und sie sind über den Club meist nicht buchbar; welche Winterreisen Mitglieder buchen können, zeigt dir der Kreuzfahrt-Finder. Weniger Nächte im Norden bedeuten allerdings auch weniger Chancen auf Polarlichter.
Was ist anders als bei einer Fjord-Kreuzfahrt im Sommer?
Dieselbe Küste, ein völlig anderes Erlebnis: Schnee und lange Nächte statt Wasserfällen und Mitternachtssonne. Mehr dazu unter Norwegische Fjorde im Sommer.
So wird die Reise günstiger
Für Winterreisen gelten dieselben Club-Konditionen wie für jede andere Route: entweder sofort zum Mitgliederpreis (INsider Pricing, rund 17 % unter dem regulären Preis) oder mit Reward Points, die bis zu 50 % des Reisepreises abdecken – mit All Reward Points sogar bis zu 100 %, wenn du 270 Tage oder mehr vor Abfahrt buchst. Mitgliederpreis und Punkte lassen sich in einer Buchung nicht kombinieren.